Tampons schädlichRund zwei Millionen Tampons werden jährlich in Deutschland verkauft. Vielen Frauen bevorzugen Tampons während ihrer Periode. Schließlich kann man mit den praktischen Hygieneartikeln, die Periode ohne Einschränkungen überstehen. Schwimmen, Rad fahren…alles kein Problem. In diesem Artikel zeige ich Ihnen fünf Gründe auf, warum Sie während Ihrer Menstruation trotz des Komforts auf Tampons verzichten sollten.

1. Glyphosat gehört weder auf Felder noch in den Intimbereich

Eine argentinische Studie brachte erschreckende Ergebnisse zum Vorschein: ein Großteil (85 Prozent) von Baumwollprodukten wie Wattepads, Pflaster aber auch Tampons und Binden ist mit Glyphosat kontaminiert. Grund dafür ist, dass die meisten Baumwollpflanzen in Argentinien und in anderen Anbauländern wie Indien genmodifiziert sind und während des Wachstums bei geöffneter Knospe mit dem Pflanzenschutzmittel Glyphosat besprüht werden. Da für die Produktion von Tampons größtenteils genmodifizierte Baumwolle aus Indien importiert wird, ist anzunehmen, dass auch deutsche Tampons betroffen sind. Der argentinische Arzt und Professor Medardo Ávila Vázquez rät aufgrund der potentiell krebserzeugenden Wirkung von Glyphosat von der Benutzung von Tampons ab. Innerhalb des Körpers herrschen höhere Temperaturen und es gibt mehr Feuchtigkeit. Diese Faktoren könnten die Aufnahme des Giftes fördern. Zudem kommen Tampons dem Gebärmutterhals sehr nahe. Dieser ist besonders anfällig für Krebs. Ein krebserregender Stoff sollte nicht in den Körper eingeführt werden!

2. Glyphosat reicht noch nicht? Auch Dioxin, Formaldehyde und halogenorganische Verbindungen stecken in Tampons!

Der Blick auf die Tamponverpackung lässt eigentlich nichts Böses erahnen: Rückholfaden aus 100 Prozent Baumwolle. Das war es auch schon. Woraus der eigentlich Tampon besteht, wird normalerweise nicht erwähnt. Das liegt daran, dass Tampons zur Kategorie der Bedarfsgegenstände gehören und deshalb nicht deklariert werden müssen. Fakt ist, dass die meisten Tampons aus Viskose, Baumwolle und / oder Zellstoff bestehen. Diese aufsaugenden Materialien sind von einer synthetischen Schicht umgeben, die zum einen das Einführen und Rausziehen des Tampons erleichtern soll und zum anderen die aufsaugenden Materialien davor bewahrt, in der Vagina auseinanderzufallen. Die synthetischen Hüllen bestehen aus Polyethylen, Polyester und Polypropylen bzw. aus einer Mischung dieser Materialien. Schon mal nichts, was man in seinem Körper haben möchte. Damit die Tampons so wunderbar weiß aussehen, werden sie zusätzlich mit Chlor gebleicht. Chlor ist nun auch nicht wirklich als schleimhautfreundliche Substanz bekannt. Zwar werden die gesetzlichen Grenzwerte für Formaldehyde und andere Schadstoffe in Tampons unterschritten, diese Grenzwerte beachten aber normalerweise nicht, dass der Tampon sich über Stunden im Körper befindet und ständigen Kontakt zu den Schleimhäuten des Körpers hat. Über die Verpackung der Tampons gelangen übrigens weitere Schadstoffe auf die Hygieneprodukte.

3. Tampons trocknen die Scheide aus.

Die gesunde Scheidenflora reguliert das Milieu der Scheide und übernimmt wichtige Schutzfunktionen. Sie säuert das Milieu in der Scheide an und hemmt das Wachstum von Keimen, sodass Entzündungen und Infektionen verhindert werden. Lactobacillus acidophilus, Lactobacillus crispatus und Lactobacillus iners heißen die wichtigen Bewohner der Scheide. Die sorgen dafür, dass der pH-Wert innerhalb der Scheide zwischen 3,8 und 4,5 liegt. Die guten Bakterien der Scheidenflora besiedeln die feuchte Schleimhaut innerhalb der Scheide. Tampons sind sehr saugfähig, schließlich werden sie hergestellt, um größere Flüssigkeitsmengen aufzusaugen. Dabei beschränken sie sich leider nicht ausschließlich auf Blut, sondern trocknen auch die Schleimhäute aus. Dadurch wird die natürliche Vaginalflora gestört, die Schleimhäute werden gereizt und es kommt zu Scheidentrockenheit. Das ist nicht nur unangenehm, sondern kann auch zu Infektionen mit Pilzen oder Bakterien führen. Wenn Sie häufiger unter lästigem Scheidenpilz oder unter bakteriellen Scheideninfektionen leiden, sollten Sie in jedem Fall auf konventionelle Tampons verzichten. Störungen im Bereich der Vaginalflora können sich übrigens die Entstehung einer Schwangerschaft behindern. Bei unerfülltem Kinderwunsch sollte hier genauer hingeschaut werden.

4. Das toxische Schocksyndrom (TSS) – die Tamponkrankheit

Das toxische Schocksyndrom ist eine Erkrankung, die häufig auch als Tamponkrankheit bezeichnet wird. Sie ist mit einem Fall pro 200.000 Einwohner pro Jahr zwar eher selten, zeigt aber einen sehr schweren Verlauf. Ursache der Erkrankung sind Bakteriengifte, die überwiegend von dem Bakterium Staphylococcus aureus produziert werden. Diese Giftstoffe führen zu Fieber, Blutdruckabfall, Übelkeit, Nierenschäden, Leberschäden und schlussendlich zu einem Multiorganversagen. Prinzipiell können die TSS-Erreger über jede eitrige Wunde in den Körper eindringen, ein Großteil der TSS-Fälle wird jedoch durch infizierte Tampons hervorgerufen. Insbesondere Tampons, die in der Scheide vergessen werden, stellen ein Risiko dar.

5. Tampons belasten die Umwelt

Im Laufe des Lebens entsteht bei jeder Frau ein unglaublicher Müllberg von rund 17000 Tampons oder Binden. Weltweit sind das rund 45 Milliarden Binden und Tampons pro Jahr. Da in den Tampons Plastikbestandteile enthalten sind, bleibt uns dieser Müll lange erhalten. Noch dazu kommen die Umverpackungen, jeder Tampon ist einzeln in Plastik eingeschweißt. Binden weisen übrigens keine bessere Ökobilanz auf. Sie enthalten zudem ein saugfähiges Kunststoffgranulat, dass die Flüssigkeit bindet, und sind im Obermaterial zusätzlich mit Kunststoff überzogen. Dies ist nicht nur schlecht für die Umwelt, sondern schränkt auch die Atmungsaktivität der Haut ein.

Und nun?

Es gibt verschiedene Alternativen zu den üblichen Monatshygieneprodukten. Dazu gehören zum Beispiel ökologische Tampons und Binden, waschbare Binden und Menstruationstassen. Im nächsten Artikel möchte ich Ihnen diese alternativen Produkte gerne näher vorstellen.

Katrin Schumann

Katrin Schumann

Heilpraktikerin bei Naturheilpraxis Bochum
Katrin Schumann – Heilpraktikerin für ganzheitliche Frauenheilkunde mit den Praxisschwerpunkten Frauenheilkunde, Schwangerschaft und Kinderwunsch
Katrin Schumann
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